Projektionsfläche für Trauerarbeit
Amira Ben Saoud
Schweben

Ben Saoud, Amira © Erli Grünzweil
Gewalt scheint nicht mehr zu existieren, der Klimawandel ist längst vollzogen. Eine bedrohliche Gelassenheit liegt über der abgeschotteten Siedlung, in der sie lebt. An ihren eigenen Namen hat sie keine Erinnerung mehr. Sie verdient ihr Geld damit, andere Frauen zu imitieren, deren Angehörige nicht mit dem Verlust der Geliebten, der Ehefrau, der Tochter zurechtkommen. Während eines neuen Auftrags gerät ihre Welt ins Wanken: Wer ist diese Emma, die sie spielt? Weisen seltsame Phänomene am Rand der Siedlung auf deren Untergang hin? Und warum ist sie selbst so besessen davon, eine andere zu sein? Amira Ben Saoud gelingt ein fesselndes Debüt, das schwebend leicht grundsätzliche Fragen nach Identität und Beziehungen stellt und danach, was wir uns selbst vorspielen.
Amira Ben Saoud, geboren in Waidhofen/Thaya, studierte Klassische Philologie, Kunstgeschichte und Komparatistik in Wien. Sie war Chefredakteurin des Popkulturmagazins The Gap und Kulturredakteurin beim Standard. »Schweben« ist ihr erster Roman
Amira Ben Saoud: Schweben. Zsolnay 2025
Lesungen
Do 03.04.2025, 19.30 Uhr | Pfarrheim der kath. Pfarrgemeinde St. Nikolaus, Rielasingen-Worblingen | |
Fr 04.04.2025, 19.00 Uhr |
Kulturzentrum Sternen, Thayngen
Apéro im Anschluss |