Erzählzeit 2027
Juhu! Der Termin für die Erzählzeit 2027 steht fest. Von 3. bis 11. April 2027 werden spannende Lesungen in der Region erneut Erzählzeit-Stimmung in die Region bringen. Also am besten gleich Termin ...mehr
Ein Sonntagvormittag, der zeigt, was Literatur kann und ein definitiv gelungener Abschluss der Erzählzeit 2026, die dieses Jahr unzählige Besucher grenzüberschreitend in die teilnehmenden Locations lockte. So begeisterte Vea Kaiser bei der Sonntagsmatinee, die heute im Bürgersaal des Singener Rathauses stattfand. Die vielfach ausgezeichnete Autorin präsentierte ihren aktuellen Roman Fabula Rasa und schaffte es mit einer gelungenen Mischung aus Wiener Charme, humorvollen Passagen und autobiografischen Elementen das Publikum in ihren Bann zu ziehen. Sie führte die Besucher ins Wien der späten achtziger Jahre und erzählt die Geschichte von Angelika Moser, die zwischen Nachtleben, Verantwortung und moralischen Grauzonen ihren eigenen Weg sucht. Mit feinem Gespür für Timing und Sprache zeichnete sie das Porträt einer Frau, die sich nicht unterkriegen lässt und dabei Entscheidungen trifft, deren Folgen sie erst Jahre später einholen.
Einfühlsam führte die Leiterin der Städtischen Bibliotheken Singen Friederike Gerland durch die Matinee. Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung von Frank Aumann, dessen Akkordeon-Spiel dem Vormittag eine besondere Atmosphäre verlieh, so dass man sich schon fast fühlte, als sei man selbst nach Wien gereist.
Die Besucherinnen und Besucher zeigten sich begeistert von der Mischung aus Lesung, Gespräch und Musik. Ein Besucher aus Singen fasste seine Eindrücke so zusammen: „Ich besuche jedes Jahr die Erzählzeit und hatte mir viele Veranstaltungen vorgenommen und einige davon geschafft. Besonders die unterschiedlichen Locations machen den Charme aus.“
Die Matinee steht beispielhaft für eine insgesamt sehr erfolgreiche Erzählzeit 2026. Mit der Unterstützung von 44 Gemeinden konnte die Veranstaltungsreihe erneut ein breites Publikum erreichen und Literatur in unterschiedlichsten Formaten erlebbar machen. Über Ländergrenzen hinweg, von zahlreichen Städten und Gemeinden in Deutschland bis hin zu den beteiligten Orten in der Schweiz, ist es gelungen, Literatur in ganz unterschiedlichen Räumen lebendig werden zu lassen. Ob in Bibliotheken, Rathäusern oder besonderen Veranstaltungsorten, überall trafen Autorinnen und Autoren auf ein aufgeschlossenes, begeistertes Publikum. Die hohe Auslastung – einige Besucher fanden bei manchen Lesungen keinen Platz mehr – und die durchweg positive Resonanz machen deutlich, dass die Erzählzeit auch 2026 ein voller Erfolg war und ihre Strahlkraft weiter gewachsen ist.
„Ein besonderer Dank gilt allen teilnehmenden Gemeinden, den engagierten Sponsorinnen und Sponsoren sowie dem Organisationsteam“, fasste Programmleitung Friederike Gerland die Woche zusammen. Bürgermeister Marcus Röwer bedankte sich ebenfalls beim Team und merkte an, dass die Erzählzeit insbesondere in der aktuellen Zeit den Geist für neue Perspektiven und neue Welten öffne: „Es werden durch dieses Projekt auch der Blick für neue Zukunftsentwürfe geschärft.“
So bleibt nicht nur eine gelungene Veranstaltung in Erinnerung, sondern eine ganze Reihe von Begegnungen mit Literatur, die noch lange nachwirken und Lust auf die nächste Erzählzeit machen.
Wir freuen uns sehr, dass uns Lina Berling zu ihrem Debütroman schon vor ihrer Lesung ein Interview gegeben hat. Wer es nicht bis zum Termin ihrer Lesung erwarten kann, den erwartet hier ein klasse Vorgeschmack auf die spannende Autorin.
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